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Das ganze Jahr sind auf dem Biohof Fluofeld Kartoffeln aus eigenem Anbau erhältlich. Die drei Sorten Agria, Charlotte und Naturella decken die verschiedenen Bedürfnisse in der Küche sehr gut ab. Der Kartoffelanbau im biologischen Landbau ist jedes Jahr eine Herausforderung. Es wird grundsätzlich auf die Verwendung von chemisch-synthetischen Hilfsmitteln verzichtet. Dies beginnt damit, dass Unkräuter mechanisch bekämpft werden. Krankheiten an der Pflanze und an der Knolle können nur bedingt durch pflanzliche Mittel beeinflusst werden. Den eingelagerten Knollen werden keine Keimhemmungsmittel beigefügt. „Die dümmsten Bauern ernten die grössten Kartoffeln“. Um dieser gängigen Meinung etwas nachzuhelfen, sind diverse anbautechnische Massnahmen zu beachten. Vor der Pflanzung werden die Kartoffeln vorgekeimt. Je nach Sorte kann dies vier bis acht Wochen dauern. Die vorgekeimten Kartoffeln werden in einen Damm gepflanzt. Regelmässig wird dieser Damm gehackt und nach und nach aufgehäufelt. Mit dem Hacken wird zugleich das Unkraut reguliert und das Wachstum der Kartoffeln gefördert. Die ersten Kartoffeln werden je nach Witterung schon Ende Juni gegraben. Diese Frühkartoffeln sind schalenlos und aus diesem Grund sehr schlagempfindlich und nicht lagerfähig. Sie sind für den sofortigen Verzehr gedacht. Um eine lagerfähige, schalenfeste Kartoffel zu ernten, muss rund drei Wochen vor der Ernte das Kraut entfernt werden. Die so geernteten Kartoffeln sind für den Verzehr bis zur nächsten Ernte lagerfähig. Die Kartoffel als Grundnahrungsmittel darf auf keinem abwechslungsreichen Speiseplan fehlen. Die Kombination aller Inhaltsstoffe macht sie zu einem einzigartigen Nahrungsmittel. Ihre überragende Stellung auf unserem Menüplan hat sie sicher verdient. Kartoffeln sind gut, gesund und es steckt viel drin. Mit etwa 70 kcal pro 100 g hat die Kartoffel rund fünfmal weniger Kalorien als Reis oder Nudeln. Trotz hohem Wasseranteil (rund 80%) sättigt sie gut. Um auch im Frühling noch geniessbare Kartoffeln im Keller zu haben, müssen einige Punkte beachtet werden. Kartoffeln sind sehr druck- und schlagempflindlich. Bei kühlen Temperaturen nimmt diese Empfindlichkeit sogar noch zu. Sie sollten vor Licht geschützt aufbewahrt werden, da sie sonst grün und ungeniessbar werden. Die ideale Lagertemperatur beträgt vier bis acht Grad Celsius. Zu hohe Temperaturen fördern die Keimbildung und lassen die Kartoffeln schrumpfen. Tiefere Temperaturen fördern die Zuckerbildung und die Kartoffeln werden süss. Gewaschene Kartoffeln können nicht eingelagert werden. Wenn kein geeigneter Lagerraum vorhanden ist, empfiehlt es sich, nur soviel einzukaufen wie in den nächsten Tagen gebraucht wird. |
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